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Penis, Pussy und Kondom – unterhaltsamer Abschluss des Vorhabens Liebe – Freundschaft – Sexualität mit „Theaterspiel“ an unserer Schule

Theatertruppe in der IGS-Aula
Theatertruppe in der IGS-Aula
Lucy (Nadine Kohne) und Robin (Nico Dietrich) haben ein Problem: Sie sind verliebt und kommen noch nicht so ganz damit klar. Wieso überhaupt der? Wieso überhaupt die? Wo die Liebe hinfällt, das kann einen schon mal überraschen. Fußball-Fan und Einser-Schülerin mit Vorliebe für die MINT-Fächer, wie soll das zusammengehen? Und: Werden sie zusammen gehen?

Die Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs sind sehr interessiert an dieser Frage und gehen mit, mit Kopf und Herz, mit Gestik und Mimik, mit Gesangseinlagen und wogenden Armen, wenn die beiden „Sexperten“ namens „Billy the Boy“ (Kevin Herbertz) und „Lovely Rita“ (Beate Albrecht) aus dem Cyberspace die beiden frischverliebten Teenager mit Rat und Tat unterstützen und dabei ihr Publikum geschickt mit einbeziehen.

Bei Lucy
Bei Lucy
Wie fädelt man ein erstes Date ein? Und wie geht es dann (vielleicht) weiter? Wie kommt man mit Beziehungsproblemen und Missverständnissen klar? Was muss man über Verhütung wissen, wenn es „ernst“ wird? Billy und Rita sprechen es offen, sachlich und trotzdem humorvoll an und die Sechstklässler sind begeistert. 
Miteinander reden ist das Wichtigste, um herauszufinden, was für beide passt und schön ist. Für das Publikum gibt es dabei neben Worten durchaus auch was zum Gucken – die eindeutigen Kostüme der beiden „Sexperten“ sorgen für ein deutliches Raunen in der Aula der IGS. Und wenn Penis und Vulva sozusagen persönlich auftreten, werden sie wohl wissen, wovon sie sprechen, wenn es um das „erste Mal“ und Verhütungsmethoden geht.

Offen, aber niemals indiskret, persönlich, aber immer mit Respekt für die Intimsphäre, so gelingt es den vier Darstellern, die Quintessenz unseres Vorhabens noch einmal in anderer „Verpackung“ zu servieren und die wichtigsten Inhalte kompakt und äußerst unterhaltsam zusammenzufassen.

Bei Robin
Bei Robin
Vor Beginn des Stücks hatten sich die Kinder fünf Dinge wünschen dürfen, die die Schauspieler spontan in das Stück einbauen sollten. Und wer gut aufgepasst hat, konnte den gewünschten Handstand, den Kuss, den asiatischen Akzent, den Loser-Dance und die Fem-Boy-Geste tatsächlich im Verlauf der Aufführung entdecken. Geschickt motiviert „Theaterspiel“ das Publikum so dazu, immer aufmerksam dabeizubleiben. Die Fragen im Nachgespräch zeugen davon, dass dies gelungen ist und das Stück von Beate Albrecht die Jugendlichen wirklich „abholt“.

Mit einigen Fragen zum „richtigen Leben“ der Schauspieltruppe und zur Technik (Wie geht der Trick mit dem Liebespfeil, der wie ein Blitz zwischen Lucy und Robin in den Tisch „einschlägt“ und was passiert zwischen den beiden hinter dem Vorhang?) geht der Theatervormittag dem Ende zu. Nebenbei hat das Publikum noch den Song zum Stück einstudiert, einige Jungen durften das Penis-Kostüm anprobieren und man verlässt eifrig diskutierend die Aula. So geht Live-Theater unter die Haut! BRAVO!

Das Publikum ging mit
Das Publikum ging mit

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