Wir schreiben Geschichte(n)

Die Initiatorinnen des Projekts: Andrea Hartmann und Maike Noormann

Die Initiatorinnen des Projekts: Andrea Hartmann und Maike Noormann- Ein Projekt der IGS Peine -

In der Schule lernen wir Geschichte.

Interessant wird es vor allem dann, wenn wir uns selbst betroffen fühlen, wenn wir Beziehungen herstellen können zu unserer eigenen Lebenswelt. Spannend wird es dann, wenn es Zeitzeugen gibt, die noch aus eigener Erfahrung berichten können, was sie selbst erlebt haben. Geschichte aus erster Hand. „Erzähl doch mal, wie das damals war!“
Aus diesem Grund entstand die Idee, selbst zum Zeitzeugen zu werden. Jeder von uns ist Zeitzeuge einer Krise, die es für uns so noch nie gegeben hat. Natürlich hat jeder von uns mal eine Krise erlebt, eine persönliche, die er dann immer irgendwie überwunden hat. Aber so eine Krise, eine globale, die sich auf alle Menschen in allen Bereichen auswirkt?!
Historiker erinnern an die Pest im Mittelalter oder die Spanische Grippe, die zwischen 1918 und 1920 grassierte und die laut WHO über 20 Millionen Menschen das Leben gekostet hat.

Aber das ist Geschichte – lange her.


Wir stecken nun mitten drin in einer Krise und können selbst Zeitzeuge sein. Eine Schülerin, der ich von dem Projekt erzählte, fragte mich, ob das dann nicht ein sehr trauriges Projekt werden würde.
Ich glaube „Nein“, denn jede Krise bedeutet auch einen Neuanfang. Natürlich gab es viele Dinge, auf die man verzichten musste, Ereignisse, die einen traurig machten. Aber steckt darin nicht immer auch eine Chance?

Es gibt unendlich viele Ereignisse, die anders verliefen als in allen Jahren davor.
Woran erinnert ihr euch? Welches waren die für euch persönlich entscheidenden Begebenheiten?
Ausgefallen sind sicher so manche Feiern: Konfirmationen, Geburtstage (vielleicht sogar der 18. Geburtstag), Hochzeiten, Taufen und vieles mehr.
Die Freizeitgestaltung musste verändert werden: Vereine stellten den Betrieb ein, Sport und Sportveranstaltungen wurden stark eingeschränkt, Treffen mit Freunden in großen Gruppen waren und sind verboten, Alltagsmasken wurden zum ständigen Begleiter.

Alles Dinge, die uns tatsächlich traurig machen. Aber liegen darin nicht auch Chancen? Dies alles führte doch zu einer Verhaltensänderung, die durchaus auch positive Seiten hat. Man nimmt sich mehr Zeit für die Familie, führt intensive Gespräche, macht vielleicht auch mal gemeinsame Spiele- oder Filmabende in kleinem Kreis, geht zusammen spazieren. Erlebt Freundschaft neu! Anrufe von Freunden und Verwandten, mit denen man in der Vergangenheit vielleicht kaum noch Kontakt hatte – war irgendwie nie Zeit dafür!
Man sieht also, die Berichte müssen nicht traurig sein. Vielleicht nachdenklich, sicher zum Teil auch traurig, aber immer auch mit dem Blick nach vorn. Nie ist alles nur schlecht, immer gibt es auch Dinge, die einem Freude machten und an die man sich gern zurückerinnert.

Und dann wart ihr dran!!! Viele von euch haben erzählt, wie sie das Jahr 2020 und den Anfang von 2021 erlebt haben! Wenn ihr in 10 Jahren eure eigenen Berichte oder die eurer Mitschüler*innen lest, dann werdet ihr euch erinnern und könnt Auskunft geben über eine Epoche, die es so noch nicht gegeben hat!!!

Hier gibt es das E-Book zum Download:

Und zum Anhören: 

Zeitzeugin Merthe-Marie

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Zeitzeugin Selina Martin

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Zeitzeugin Maike Noormann

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