Projekt „Frieden“

…oder der beste Beweis dafür, was man in kurzer Zeit zusammen schaffen kann…

2022fieden02Bei strahlendem Sonnenschein konnte man am Morgen des 25.03.2022 Montagearbeiten an der IGS-Peine beobachten. Diese wurden von neugierigen und begeisterten Schüleraugen begleitet. Grund war das Anbringen eines von Weitem sichtbaren Banners zum Thema „Frieden für die Welt“. Dieses Banner, dass auf blaugelben Untergrund eine riesige Taube zeigt und in deren Innerem viele Begriffe und Aussagen zum Thema „Frieden“ zu lesen sind, ist Ergebnis eines dreiwöchigen Projektes des Werte und Normen Kurses des 13. Jahrganges.

„Am 24.02.2022 fragte uns unsere Kurslehrerin Frau Engelhardt, ob wir unsere letzten Stunden im Fach Werte und Normen einem Projekt widmen möchten. Warum wir uns an den Tag so gut erinnern können? Es war der erste Tag des Ukrainekrieges und wir waren alle erschüttert.“, so schildert Lenjo Spickschen den Start eines Projektes, an dem bald die ganze Schulgemeinschaft beteiligt sein sollte und erklärt seinen Beweggrund für die Idee: „Mir lag es sehr am Herzen, über das Thema Frieden mit anderen Menschen zu sprechen und darüber aufzuklären. Mir ist aufgrund des aktuellen Anlasses des Ukrainekonflikts bewusst geworden, wie wichtig die Bedeutung von Frieden wirklich ist und dass niemand in Angst und Unfrieden leben sollte. Deshalb war es für mich essenziell, dieses bedeutsame Thema mit meinen MitschülerInnen zu besprechen.“

So entstand aus dem Thema durch Jan-Matthis Dedas Ergänzung, die Idee einer schulweiten Umsetzung. „Wie wäre es, wenn wir durch alle Klassen gehen und mit den SchülerInnen über das Thema „Frieden“ sprechen und anschließend aus den Gedanken und Vorstellungen der SchülerInnen ein großes Plakat mit einem Friedenssymbol gestalten?“, war Jan-Matthis Vorschlag. Schnell entfachte diese Idee im gesamten Kurs ein „Feuerwerk“ der Leidenschaft, Motivation und des Engagements, das leicht auf anderer übersprang. „Ich war zu Beginn des Projektes in Quarantäne und kam erst später dazu. Es war großartig, wie motiviert und engagiert die SchülerInnen des Kurses waren und damit andere angesteckt haben.“, schwärmt Paul Wollherr.

In kleinen Gruppen ging der Kurs schnell ans Werk, schließlich stand nur ein kleines Zeitfenster von drei Wochen zur Verfügung. Svenja Willemsen und Michelle Britzke übernahmen die Organisation und Koordinierung. „Das war eine große Herausforderung, vor allem als Frau Engelhardt plötzlich in Quarantäne musste. Allerdings war es dann doch sehr leicht, weil alle Teams hervorragend zusammengearbeitet haben und man sich auf jeden aus dem Kurs verlassen konnte.“, erklärt Michelle. Eine weitere Gruppe übernahm die Planung für die Durchführung der Unterrichtsstunden in den Klassen. Dabei erstellte Marie Hille eine digitale Präsentation mit Arbeitsaufträgen und Gesprächsanlässen und präsentierte diese gleich in der nächsten Stunde dem Kurs. Alle waren begeistert und konnten mithilfe dieser gelungenen Präsentation, die Stunden in den Klassen moderieren. „Ich habe bei der Erstellung einfach auf mein Herz gehört.“, so Marie Hille.

Eine weitere Gruppe kümmerte sich um die digitale Umsetzung und Sammlung der Begriffe. In vielen zusätzlichen Stunden erstellte Jonas Natge für alle Klassen Pingo-Umfragen und sammelte im Anschluss an die Umsetzung alle Begriffe digital. Außerdem kreierte 2022fieden03diese Gruppe erste Design-Vorschläge, die später als Vorlage für das Banner dienten. Zudem musste eine Firma gefunden werden, die das Banner erstellt. Hier erwies sich die Firma Druckhaus Giese und Seif oHG aus Peine als großer Segen. Timo Seif war von der Idee des Projektes schnell zu begeistern und bot an, dass SchülerInnen zu ihm in die Firma kommen können und sein Kollege Herr Reppin mit diesen SchülerInnen die Gestaltung des Banners digital erstellt. „Wir freuen uns, wenn wir junge Menschen unterstützen und für unsere Arbeit begeistern können.“, untermauert Timo Seif seine schnelle und unkomplizierte Zusage.

Auch auf philosophischer Ebene setzten sich einige SchülerInnen neben Maximilian Khan und Niklas Bruns mit dem Thema auseinander und erstellten eine Präsentation und ein Essay zu Kants Werk „Der ewige Frieden“. „Es war interessant und spannend herauszufinden, welche Brisanz und Relevanz der Text aus dem 18. Jahrhundert in der heutigen Zeit hat.“, erklären Julia Yazidi und Jan-Philip Habrich.

Und so rückte der Tag der Umsetzung in den einzelnen Klassen und Kursen und damit der aufregendste Teil des Projektes mit großen Schritten näher. Innerhalb von vier Tagen besuchten die SchülerInnen in Zweier-Teams die Klassen. „Wie würden die Klassen auf uns reagieren? Würden sie mit uns arbeiten?“ das waren Fragen, die sich die SchülerInnen vorher stellten. „Wir waren überrascht, wie toll sich alle auf das Thema eingelassen haben und welche schönen und berührenden Gedanken die SchülerInnen aller Jahrgangsstufen zum Thema Frieden hatten.“, berichtet Jan-Matthis Deda von seinen Erfahrungen dieser Tage und Jan Philip Habrich ergänzt: „Wir sind über uns hinausgewachsen, vor allem in den Klassen und es war fantastisch.“

Das Ergebnis dieses Projektes ist nun für alle sichtbar an der Außenfassade der Schule angebracht. Ermöglicht wurde dies durch das sofortige „OK“ von Herrn Schrader vom IWB Peine. Bei der Anbringung unterstützte die Tischlerei Klages das Projekt mit Manpower 2022fieden04und Befestigungsmaterial. Lucas Kuhn, Tischlergeselle und Leon Becker, Auszubildender im 2. Lehrjahr übernahmen die Befestigung. Hierfür stellten die Stadtwerke Peine sehr kurzfristig, unkompliziert und kostenlos einen Hubsteiger und den Mitarbeiter Thorsten Plohg zur Verfügung und erleichterten damit die Befestigungsarbeiten immens. „Wir sind den Firmen, die uns bei diesem Projekt unterstützt haben, so dankbar.“, sagt Jacqueline Engelhardt und fügt hinzu: „Alle drei Firmen haben sich in kürzester Zeit bereit erklärt, dieses wunderbare Projekt und damit das enorme Engagement der SchülerInnen zu unterstützen.“

2022fieden01In einer kleinen feierlichen Übergabe bedankten sich die Schulleiterin Ursula Pleye und die Kurslehrerin Jacqueline Engelhardt bei den SchülerInnen und würdigten dabei deren Leistung. „Ich bin so stolz auf euch! Was ihr hier in so kurzer Zeit geschaffen habt und das, obwohl das Abitur vor der Tür steht, ist bewundernswert! Ihr könnt stolz auf euch sein!“ lobte Ursula Pleye. Diesem Lob schloss sich Jacqueline Engelhardt an und betonte: „Ich bin stolz auf das „Feuer“ und die Leidenschaft, mit der ihr dieses Projekt umgesetzt habt. Bewahrt euch die Erinnerung daran in eurem Herzen.“

 

Verfasst von Jacqueline Engelhardt, Kurslehrerin

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