„Wir lassen keinen zurück!“

Das gemeinsame Lernen an der IGS ist viel mehr als ein Slogan!
Die IGS Peine in Zeiten des ungewohnten „Lernens zu Hause“

Eines zeigt sich im Moment ganz deutlich: Kinder wollen lernen! Die Schule, die Lehrer*innen und die Mitschüler*innen sowie das gemeinsame Lernen ernsthaft und schmerzlich zu vermissen, ist im Moment eine spannende Erfahrung, die viele Kinder und Jugendliche machen. Bei allen Schwierigkeiten und Ängsten in dieser unwirklichen Zeit und aller Hoffnung auf eine bald wieder einkehrende Normalität wird allen Beteiligten derzeit jedoch auch sehr deutlich, wie wertvoll die gewohnte vertrauensvolle pädagogische und fachliche Zusammenarbeit ist.
Seit dem 22. April findet an den niedersächsischen Schulen wieder verpflichtender Unterricht statt, der aus Gründen des Gesundheitsschutzes zu Zeiten der Corona-Pandemie aber ganz überwiegend auf das Lernen von zu Hause, das sogenannte „Homeschooling“, beschränkt ist.

Ab dem 20.4. haben daher alle Tutor*innen der IGS Peine den persönlichen Kontakt zu ihren Schüler*innen und deren Eltern telefonisch hergestellt. Wer nicht erreicht werden konnte, wurde gegebenenfalls auch zu Hause besucht. In Zeiten großer Unsicherheit wurde damit nach den unfreiwillig verlängerten Osterferien die verlässliche Bildungspartnerschaft zwischen Kindern, Lehrer*innen und Eltern wieder aktiviert. Die Schüler*innen und ihre Familien sind froh, dass sich die Schule beim verpflichtenden Unterricht von zu Hause zuverlässig und pädagogisch verlässlich um sie kümmert und sorgt.
Bei diesen Gesprächen wurden auch die häuslichen Rahmenbedingungen für das schulische Lernen erfragt, um nun individuell passende und funktionierende Wege des digital gestützten Unterrichts erproben und gehen zu können. Die gute Ausstattung der Schule mit digitalen Medien kommt uns derzeit zugute, weil wir den Kindern, die zu Hause keine Tablets, Laptops oder PCs haben oder diese mit Geschwistern und womöglich noch mit Eltern im Homeoffice teilen müssen, kostenlos und unbürokratisch Leihgeräte zur Verfügung stellen können.
Speziell mit den Kindern der jüngeren Jahrgänge wird derzeit der noch nicht so sicher eingeübte Umgang mit digitalen Medien sehr individuell trainiert. Die Lehrer*innen geben dabei viele Hilfen, unterstützen und leiten an. Das schon lange genutzte schulweite Netzwerk IServ als Basis liefert dafür die digitale Infrastruktur. Über oft kreativ gestaltete Probeaufgaben wurde gezielt geschaut, welche technischen Probleme noch bestehen, so dass diese dann gezielt geklärt werden konnten.
Die Devise lautet dabei: Weniger ist oft mehr! Es soll nicht primär darum gehen, so viel wie möglich zu „schaffen“ und „abzuarbeiten“, vielmehr müssen Wege gefunden werden, wie nachhaltiges Lernen unter den ungewohnten Umständen initiiert und begleitet werden kann.
Tutor*innen und Fachlehrer*innen stellen Aufgaben ein, die zu Hause bearbeitet, oft im persönlichen Kontakt per Telefon oder auch in der Gruppe per Videokonferenz besprochen und bearbeitet sowie am Ende hochgeladen und durch die Lehrer*innen kommentiert und korrigiert werden.
Dabei sollen auch das kooperative Lernen und die gewohnte Zusammenarbeit mit Mitschüler*innen nicht zu kurz kommen. Dies realisieren die Kinder über eigens eingerichtete Gruppen-Konferenzräume in IServ, oft aber auch über die üblichen Kanäle der Jugendlichen wie etwa WhatsApp oder Skype.
In den Klassen der Prüfungsjahrgänge 9 und 10 herrscht derzeit eine ruhige und konzentrierte Atmosphäre, auch wenn die Situation sehr ungewohnt ist. Die Regeln des detaillierten schulischen Hygieneplans werden sehr verantwortungsbewusst umgesetzt. Dabei bieten die kleineren, weil halbierten Lerngruppen durchaus auch Chancen für eine gezielte Prüfungsvorbereitung.
Für Fragen, Sorgen, Ängste und bei persönlichen Problemen stehen den Kindern und Eltern zusätzlich wie gewohnt die beiden Sozialpädagog*innen als Ansprechpartner*innen für individuelle Unterstützung und Beratung zur Verfügung. Sie sind per Mail und ab sofort auch mobil erreichbar.
Die Lehrer*innen bewältigen die besonderen Herausforderungen, die das Arbeiten in diesen Zeiten mit sich bringt, voller Zuversicht, Energie, Ideenreichtum und mit viel Teamgeist. Schüler*innen werden auf der Basis gemeinsamer Absprachen aus der Ferne beraten, betreut und unterrichtet. Dies erfordert viele zusätzliche Sitzungen und Konferenzen, die ganz überwiegend auf digitalem Wege durchgeführt werden, was aufgrund der neuen Formate ein besonders hohes Maß an Konzentration erfordert.
Und bei all dem ist sehr deutlich zu sehen: Das gemeinsame Lernen an der IGS ist eben tatsächlich viel mehr als ein Slogan!

Verfasst von Andreas Hellmann, Didaktischer Leiter der IGS Peine

 

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